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Bildung
09. April 2026

Was möglich für die Region wird, wenn Hochschule und Wirtschaft enger zusammenarbeiten

Gemeinsam mit der Universität Hildesheim haben etwa 30 Unternehmende und Studierende heute in der Bischofsmühle eine besondere Veranstaltung erlebt, die eindrucksvoll gezeigt hat, welches Potenzial in der Zusammenarbeit zwischen regionaler Wirtschaft und Wissenschaft steckt.

Im Mittelpunkt des Abends standen drei Studierende, die im Rahmen ihrer Projekte und Abschlussarbeiten ganz konkrete, praxisnahe Lösungen für reale Herausforderungen entwickelt haben. Dabei wurde schnell deutlich, wie wertvoll diese Verbindung aus wissenschaftlichem Know-how und unternehmerischer Praxis ist.

So stellte Yannic-Michel Mette ein Projekt vor, das er im Rahmen seines Praktikums bei der VIVALDI Digital Solutions GmbH umgesetzt hat. Ziel war die Entwicklung eines KI-Modells zur automatisierten Fehlererkennung in Bilddaten, konkret bei Aluminium-Gussbauteilen. Ein Ansatz, der zeigt, wie Künstliche Intelligenz schon heute ganz konkret zur Verbesserung von Qualitätssicherungsprozessen beitragen kann. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie intensiv Studierende bereits in reale Entwicklungsprozesse eingebunden sind und dabei echten Mehrwert für Unternehmen schaffen .

Einen ganz anderen, aber ebenso praxisnahen Ansatz verfolgte Joscha Germerott in seiner Abschlussarbeit bei der Arwed Löseke Papierverarbeitung und Druckerei GmbH. Ausgangspunkt war eine Fragestellung, die viele aus dem Alltag kennen: Welcher Staubsaugerbeutel passt eigentlich zu welchem Gerät? Die von ihm entwickelte Lösung nutzt QR-Codes, über die Kundinnen und Kunden direkt im Geschäft auf eine mobiloptimierte Anwendung zugreifen können. So entsteht eine einfache, intuitive Orientierungshilfe, die Kaufentscheidungen erleichtert und zeigt, wie digitale Lösungen den stationären Handel sinnvoll ergänzen können .

Mit dem Projekt „Betrugsradar+“ wurde schließlich ein Thema aufgegriffen, das weit über wirtschaftliche Fragestellungen hinausgeht. Die vorgestellte App richtet sich insbesondere an ältere Menschen und soll helfen, sie vor Telefon- und Onlinebetrug zu schützen. Neben Informations- und Lernangeboten erkennt die Anwendung potenziell gefährliche Telefonnummern und warnt aktiv in konkreten Situationen. Gerade vor dem Hintergrund steigender Betrugszahlen wurde deutlich, welchen gesellschaftlichen Mehrwert solche digitalen Lösungen bieten können und wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen ist .

Ergänzt wurden diese Einblicke durch einen Überblick über die enge Verzahnung von Studium und Praxis an der Universität Hildesheim. Praxisprojekte und verpflichtende Praktika sind fester Bestandteil der IT-Studiengänge und sorgen dafür, dass Studierende frühzeitig mit realen Anforderungen aus Unternehmen in Berührung kommen. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von frischen Ideen, neuen Perspektiven und der Möglichkeit, Talente frühzeitig kennenzulernen .

Was an diesem Abend besonders deutlich geworden ist: In unserer Region steckt ein enormer Schatz an Wissen, Innovationskraft und gut ausgebildeten Fachkräften. Gleichzeitig wurde aber auch klar, dass wir diese Potenziale noch stärker gemeinsam heben müssen. Es braucht mehr Austausch, mehr Offenheit und vor allem den Mut, bestehende Hemmschwellen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter abzubauen. Denn die besten Lösungen entstehen genau dort, wo beide Seiten zusammenkommen.

Im anschließenden Austausch wurde diese Verbindung dann auch ganz konkret gelebt. In entspannter Atmosphäre entstanden Gespräche, neue Kontakte und erste Ideen für zukünftige Kooperationen.

Der Abend hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig solche Formate sind. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Verständnis füreinander und legen den Grundstein für gemeinsame Projekte, von denen am Ende die gesamte Region profitiert.

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