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11. März 2021

Nachhaltigkeit lohnt sich

In der Diskussion: Unternehmer Leif Obronik, Stadtbaurätin Andrea Döhring, Moderatorin Juliane Amlacher, Studierendervertreter Yannik Kolmer, Start up-Gründerin Maria Heidemann. Foto: Unternehmer Hildesheim

Das neue HI-Studio im Roemer Pelizaeus-Museum war in grün-blau gehaucht, eine riesige Pflanze bildete den Hintergrund auf der Videolandschaft: Passend zum Thema begrüßten Anna Knetsch und Matthias Mehler von Unternehmer Hildesheim knapp 80 Gäste an den heimischen Monitoren. „Nachhaltigkeit lohnt sich – Luxus oder das neue Normal?“ war der Titel. Es ging um die Chancen für Hildesheim und die Region. Für deren Betriebe, Bürger und Kommunen. Schnell wurde klar: Das Thema geht jeden an. Eine andere Botschaft lautete: Corona wird das Thema beschleunigen.

Bahn fahren statt fliegen, plastikfrei einkaufen, Lebensmittel mit einem Öko-Siegel essen, insektenfreundlich gärtnern: Eine nachhaltige Lebensweise lässt sich in vielen Bereichen umsetzen, sagte Juliane Amlacher in ihrem Impulsvortrag. Für immer mehr Verbraucher wird Nachhaltigkeit ein relevantes Thema, nicht zuletzt die Proteste der Fridays-for-Future-Bewegung haben sie aufgescheucht. Amlacher ist Business-Coach und Unternehmensberaterin. Ethischer Konsum werde zum Mainstream, unsere Wegwerfgesellschaft zum Auslaufmodell. Weil ethische Kriterien zum festen Bestandteil von Kaufentscheidungen werden, sind die Betriebe bestens beraten, nachhaltige Konzepte zu entwickeln.
In der Diskussion ging es um Hildesheim. Stadtbaurätin Andrea Döhring forderte, das Thema nicht nur durch die ideologische Brille zu betrachten. Bessere Bedingungen für Radfahrer ja, aber auch E-Mobilität brauche eine Infrastruktur. Sie warb für Parkraumkonzepte und forderte mehr Netzwerke.

Damit traf sie bei den Veranstaltern von Unternehmer Hildesheim genau ins Schwarze. Eine Arbeitsgruppe des Verbandes beschäftigt sich seit dem 1. Lockdown mit dem Thema. Leif Obornik beschrieb den Weg der Obornik Werbetechnik GmbH zum klimaneutralen Betrieb: „Wir möchten mit dieser Auszeichnung ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wir mit unserem Planeten umgehen und uns klar positionieren.“ Yannik Kolmer, Studierendervertreter von der Uni Hildesheim, sieht die Bedeutung des Autos schwinden. Alternative Mobilitätskonzepte sind sein Thema. Car-Sharing, Leihfahrräder, Fahrdienste waren die Stichworte. Maria Heidemann von Kosmogrün hält Netzwerke für eine unbedingte Voraussetzung. „Um globale Herausforderungen zu meistern, müssen wir lokal anfangen. Doch passiert das weder im luftleeren Raum noch im Alleingang. Deshalb müssen wir – genau wie an diesem Abend - Menschen, Organisationen und Kompetenzen zusammenbringen.“

Dazu haben die Organisatoren nach der Diskussion die Gäste in Dialogforen eingeladen. Diese trugen die Titel Mobilität, Energie, Klimabilanzierung, Wirtschaftslichkeit, Unternehmensentwicklung und Stadtentwicklung.
Die Organisatoren um Matthias Mehler und Anna Knetsch waren sich nach 120 spannenden Minuten einig. „Das war erst der Anfang. Wir kommen wieder.“

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